Gesundheit Lexikon
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Warum sind Impfungen sinnvoll?

Es gibt viele überzeugende Gründe zu impfen:

  • Sie möchten sich und Ihr Kind vor schweren, oft tödlich verlaufenden Krankheiten schützen. Beispiele dafür sind die Tetanus-, Diphtherie- und Polioimpfung, Reiseimpfungen oder Impfungen gegen Influenza (Grippeimpfungen).
  • Jeder trägt durch Schutzimpfungen dazu bei, dass Krankheiten nicht auf Kranke, Ungeborene im Mutterleib oder Säuglinge übertragen werden. Manche Erkrankungen überstehen sonst gesunde Erwachsene, Kinder und Jugendliche meist ohne bleibende Schäden, können jedoch oben genannte Risikogruppen anstecken. Bei dem gefährdeten Personenkreis können bestimmte Infektionen schwere Schäden oder sogar den Tod verursachen. Beispiele dafür sind Infektionen mit Röteln, Windpocken oder Keuchhusten. Es sollte in diesem Zusammenhang immer auch bedacht werden, dass viele Krankheiten schon vor Auftreten der ersten Symptome hoch ansteckend sind. Manche Menschen machen Infektionen stumm, das heißt ohne erkennbare Krankheitszeichen. Sie können aber andere anstecken.
  • Durch Impfungen können Seuchen verhindert oder sogar für immer ausgerottet werden. Beispiele dafür sind die Diphtherie- und Masernimpfung, sowie die Pocken- und Polioimpfung. Als zu Beginn der 90er Jahre in den Nachfolgestaaten der UdSSR eine Diphtherie-Epidemie ausbrach, wurde sie auch in Deutschland eingeschleppt. Nur einige nicht ausreichend geimpfte Kinder und Erwachsene infizierten sich, einzelne Menschen starben. Eine größere Epidemie brach aber nicht aus. In den USA und Finnland kommen Masern so gut wie gar nicht mehr vor. Dies ist einer konsequenten Impfpolitik zu verdanken. 1980 wurde die Welt von der WHO für pockenfrei erklärt. Seit 1993/1994 gilt Amerika, seit 2002 Europa als poliofrei. Der Infekt kann aber durch Reisende aus Verbreitungsgebieten eingeschleppt werden.
  • Impfungen sparen Geld und Zeit. Durch Impfungen bleibt Ihre eigene Arbeitskraft erhalten und Sie haben eventuell keine längeren Fehlzeiten, weil Ihr Kind erkrankt. Die Kosten für Medikamente oder eine Behandlung im Krankenhaus entfallen ebenso.
  • Impfungen und Impfreaktionen (leichtes Fieber, Abgeschlagenheit und 2 Tage dauernder Ausschlag) sind planbar und können auf einen Zeitpunkt gelegt werden, der günstig ist. Eine Infektion beispielsweise mit den typischen Kinderkrankheiten tritt irgendwann ein und oft zu einem ungünstigen Zeitpunkt (wichtige geschäftliche Termine, schulisch wichtige Abschnitte, Urlaub, einmalige Familienfeste usw.).
  • Impfungen erlauben uns auch eine sorglosere Freizügigkeit. Reisen in Länder mit keinem so hohen Hygienestandard und/oder geringerer Durchimpfungsrate sind dank Impfungen nicht mehr mit einem so hohen Gesundheitsrisiko verbunden.
  • Auch schwerwiegende Komplikationen von Infektionskrankheiten treten bei einer Impfung gar nicht oder in verminderter Häufigkeit auf. Die Enzephalitis (Hirnentzündung), eine Komplikation der Masern, tritt nach einer Impfung gar nicht auf, bei der Masernerkrankung kommt ein Fall auf 500 bis 10 000 Erkrankungen (je nach Alter der Erkrankten). Eine Hodenentzündung, die eine Komplikation bei Mumps ist und zur Zeugungsunfähigkeit bei Männern führen kann, tritt bei einer Impfung gar nicht auf, jedoch erkrankt einer von vier Jugendlichen oder Erwachsenen, die die Erkrankung durchmachen. Röteln können, vor allem bei Frauen, Gelenkschmerzen verursachen. Die Häufigkeit nach einer Impfung beträgt 25 Fälle auf 100 erwachsene Frauen. Die Häufigkeit bei Erkrankung sind bis zu 70 Fälle auf 100 Erwachsene.
  • Besteht durch den Beruf ein erhöhtes Gesundheitsrisiko, so können Impfungen dieses Risiko mindern. Dies ist beispielsweise bei medizinischem Personal der Fall (-> Hepatitis B) oder bei Berufsgruppen, die viel mit Kindern zu tun haben (-> alle Kinderkrankheiten).


Kinderkrankheiten Übersicht

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