Gesundheit Lexikon
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Therapie Muse

Harnröhrenstäbchen sind eine weitere Behandlungsmöglichkeit der erektilen Dysfunktion (Impotenz). Mit Hilfe eines Applikators wird das Stäbchen in die Harnröhre eingeführt und der Wirkstoff freigesetzt. Der Wirkstoff befindet sich in einer weichen geleeartigen Kapsel die sich in der Harnröhre auflöst.

Wirkprinzip

Das Medikament enthält den Wirkstoff Alprostatil (Prostaglandin E1), der auch vom Körper selbst produziert wird. Er lässt die Muskelzellen an den Penisarterien erschlaffen. Die Blutgefäße erweitern sich und Blut strömt in die Schwellkörper.

Vorteile

Diese Behandlung ist auch für Patienten geeignet, bei denen es zur Unterbrechung oder Schädigung der Nervenbahnen zwischen Gehirn und Penis gekommen ist.

Nachteile

Eine gefürchtete, aber sehr seltene Komplikation bei der Therapie mit Muse ist der sogenannte Priapismus (Verlängerung der Erektion über 6 Stunden) Diese Nebenwirkung tritt in 1% der Fälle auf. In einem solchen Fall sollte kann aber der Arzt ein Gegenmittel verabreichen. Weiterhin kann es zu Verletzungen und Entzündungen der Harnröhre kommen. Ist die Partnerin schwanger, sollte das Paar daher während des Geschlechtsverkehrs ein Kondom benutzten um eine Reizung der Scheide und ein Risiko für den Fetus zu vermeiden. Penisschmerzen und Schmerzen in der Harnröhre treten in bis zu 30% der Fälle auf.

Anwendung

Vor der Einführung des Harnröhrenstäbchens sollte der Patient Wasser lassen. Danach sollte der Penis leicht geschüttelt werden um Urinreste zu entfernen. Die feuchte Harnröhre erleichtert die Einführung des Stäbchens und die Auflösung des Medikaments. Beim öffnen der Schutzverpackung bitte nicht den Aplikatorstempel drücken oder die Aplikatorspitze berühren. Der Patient sollte bei der Behandlung sitzen oder stehen. Für die Anwendung des Arzneimittels wird der Penis bis zur vollen Länge hochgezogen um die Harnröhre geradezuziehen. Dann wird der Applikator bis zur Manschette in die Harnröhre eingeführt. Jetzt wird der kleine Applikatorstempel gedrückt und das Medikament freigesetzt. Der Applikator wird 5 sec. so gehalten und vorsichtig hin und her bewegt. Nach dem entfernen des Applikators den Penis 10 sec zwischen den Händen hin und her rollen. 5 bis 10 Minuten nach der Verabreichung tritt die Erektion ein und hält bis zu 1 Stunde an.

Kontraindikation

Patienten, mit Sichelzellenanämie, multiplem Myelom oder Leukämie (Blutkrebs) dürfen diese Behandlung nicht anwenden, da eine erhöhte Gefahr von Priapismus besteht. Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Alprostatil darf das Medikament ebenfalls nicht angewendet werden. Nur der Arzt entscheidet, ob eine Therapie mit diesem Medikament in Frage kommt.


Impotenz Übersicht

Diese Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für ärztliche Beratung angesehen werden. Der Inhalt von medhost.de kann und darf auf keinen Fall verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Selbstbehandlung durchzuführen.

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