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Wundrose (engl. erysipelas)

Die Wundrose (Erysipel) ist eine durch Bakterien verursachte, akute Entzündung der Haut, die häufig im Gesicht oder an den Unterschenkeln zu finden ist. Die Erkrankung tritt besonders bei Erwachsenen auf. Eine Häufung der Erkrankungsfälle ist im Winter zu beobachten.

Wie kommt es zu einer Wundrose?

Die Krankheiterreger sind meistens betahämolysierende Streptokokken der Gruppe A. Sie dringen - oft nach einer Infektion der Atemwege oder Erkältung - über bestehende Hautverletzungen ein. Dies können Hauteinrisse in den Zehenzwischenräumen oder im Gesicht sein, aber auch Ekzeme im Ohr oder Gehörgang sind möglich. Besonders empfänglich für diese Erkrankung sind Menschen, die unter Fußpilz leiden. Ein erhöhtes Risiko zu erkranken, haben auch Menschen mit Diabetes mellitus oder Personen mit Durchblutungsstörungen der Beine. Die Ausbreitung der Erreger geschieht über die Lymphspalten.

Wie stellt sich das Krankheitsbild bei Wundrose dar?

Die Erkrankung tritt plötzlich mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und allgemeinen Krankheitsgefühl auf. Auf der betroffenen Hautstelle erscheint ein roter, erhabener, heißer Fleck, der sich ausbreitet und häufig flammenförmige Ausläufer ausweist. Zusätzlich zur Rötung können beispielsweise Blasen (bullöses Erysipel), Einblutungen (hämorrhagisches Erysipel) oder nekrotische Veränderungen auftreten. Die Rückbildung des roten Flecks erfolgt vom Zentrum aus. Die Lymphknoten in der Umgebung des Infektionsherdes schwellen an.

Wie wird die Wundrose diagnostiziert?

Allein auf Grund des äußeren Erscheinungsbildes ist die Diagnose möglich. Das Blutbild weist erhöhte Leukozytenwerte und eine stark erhöhte Blutsenkung auf. Antikörper gegen die Streptokokken können nachgewiesen werden.

Wie erfolgt die Behandlung der Wundrose?

Die Patienten müssen Bettruhe einhalten. Über 10 Tage hinweg erfolgt eine Behandlung mit Antibiotika. Hochdoziertes Penicillin oder Erythromycin werden dazu verabreicht. Schmerzmittel und fiebersenkende Mittel lindern die Symptome. Lokal desinfizierend wirken Chinolinol und Clioquinol. Faktoren, welche die Infektion begünstigen - beispielsweise Fußpilz - müssen mitbehandelt werden.

Was sind mögliche Folgen oder Komplikationen bei der Wundrose?

Ohne Behandlung kann aus einer Wundrose leicht eine Blutvergiftung (Sepsis) entstehen. Eine weitere lebensbedrohliche Komplikation kann die Wundrose im Gesicht verursachen, da es zu einem Hirnvenenverschluss (Hirnvenenthrombose) oder einer Hirnhautentzündung (Meningitis) kommen kann. Wird die Eintrittspforte der Erkrankung nicht ausreichend saniert und/oder ist die Antibiotikatherapie nicht ausreichend, so kann das Erysipel immer wieder auftreten. Wiederholte Entzündungen schließlich können zu einer Verlegung der Lymphgefäße führen, die Lymphflüssigkeit sammelt sich an und führt zu Schwellungen im betroffenen Gewebe. Ein Lymphödem entsteht. Körperteile können unförmig anschwellen und es kommt zu Hautverdickungen. Betroffen davon sind vor allem die Beine, Lippen und der Genitalbereich.


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