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Weißfleckenkrankheit (Vitiligo)

Die Weißfleckenkrankheit – auch Leucopathia acquisita oder Vitiligo genannt – macht sich durch begrenzte weiße (= pigmentfreie) Flecken auf der Haut bemerkbar. Die Erkrankung ist nicht ansteckend, wird von den Betroffenen aber häufig als sehr belastend empfunden.

Etwa 2% der Weltbevölkerung bzw. circa 50.000.000 Menschen leiden an Vitiligo. In Deutschland sind es ungefähr 1,2 Millionen Personen. Bei etwa 30% der Betroffenen tritt die Weißfleckenkrankheit familiär gehäuft auf. Die Erkrankung kann sich in jedem Lebensalter zeigen, sehr oft ist sie jedoch bei jüngeren Menschen um das 20. Lebensjahr zu beobachten. Der Verlauf der Vitiligo ist nicht absehbar. Die Erkrankung bildet sich selten spontan zurück.

Was sind die Ursachen der Weißfleckenkrankheit?

Bei der Erkrankung kommt es zu einer Zerstörung der pigmentproduzierenden Zellen (Melanozyten) in der Haut. Die genaue Ursache dafür ist nicht bekannt. Eine Störung des Abwehrsystems (Autoimmunerkrankung) wird als Erkrankungsursache diskutiert. Das Erkrankungsrisiko steigt bei Menschen, die beispielsweise an Diabetes mellitus, bestimmten Schilddrüsenerkrankungen (Schilddrüsenüber- oder unterfunktion, Nebenschilddrüsenunterfunktion) sowie Myasthenie (= fortschreitende Muskelschwäche) leiden.

Wie stellt sich das Krankheitsbild dar?

Charakteristisch sind weiße, pigmentfreie, meist langsam größer werdende Hautflecke (Makula). Die depigmentierten, kalkweißen Areale schmerzen nicht. Sie können über den ganzen Körper verstreut vorkommen. (Sind über 80% der Hautoberfläche betroffen, spricht man von universeller Vitiligo.) Es ist auch möglich, dass nur die Hände und das Gesicht depigmentiert sind. Die weißen Hautareale finden sich auch auf den Schleimhäuten des Nasen-Rachenraums. Erste Vitiligoflecken kommen häufig im Genital- und Analbereich vor. Auch im Bereich der Netzhaut des Auges kann Pigmentverlust bestehen. Jedoch hat dieser meistens keinen Einfluss auf das Sehvermögen (augenärztliche Kontrolle!!!). Die an den betroffenen Hautstellen wachsenden Haare werden ebenfalls weiß.

Wie wird die Vitiligo behandelt?

Der behandelnde Hautarzt muss die Diagnose stellen. Es gibt noch zahlreiche andere Hauterkrankungen, die zu einer Depigmentierung der Haut führen. Bei Vitiligo existieren mehrere Therapiemöglichkeiten. Ziel der Therapien ist die Repigmentierung der weißen Hautareale. Häufig wird mit der Psoralen-Fotochemotherapie (PUVA) behandelt, die auch bei der Schuppenflechte (Psoriasis) Anwendung findet. Dabei werden bestimmte Medikamente (Ammoidin) mit einer UV-Bestrahlung kombiniert. Auch chirurgische Maßnahmen (autologe Epidermistransplantation) und lokal angewendete Glukokortikoide kommen zum Einsatz.


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