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Übelkeit (Nausea)

Übelkeit ist ein unangenehmes Gefühl im Magen. Häufig führt dieses Krankheitsgefühl zu Erbrechen und vergeht dann. Übelkeit ist auch ein Symptom, das dem Körper als Warnung dient. Die Betroffenen versuchen sich nicht zu bewegen und suchen Halt. Man fühlt sich allgemein schlecht und unsicher. Der Körper ist zur Ruhe gezwungen.

Wie entsteht Übelkeit?

Übelkeit entsteht im Kopf, besser gesagt in der Medulla oblongata im verlängerten Rückenmark. Dort liegt das „Brechzentrum“. Bis heute weiß man noch nicht genau, welche Nervenreizungen Übelkeit entstehen lassen. Chemische und nervöse Bereiche, die das Brechzentrum anregen, sind bekannt.

Welche Reize können die Übelkeit auslösen?

Sowohl äußere als auch innere Reize können Übelkeit hervorrufen. Bestimmte Gerüche oder ein spezieller Geschmack können - je nach momentaner Verfassung oder Gewöhnung - das Krankheitsgefühl auslösen. In diesen Fällen aktivieren starke Nervenimpulse des Mund-Nasen-Rachenraums oder auch des Magens das Brechzentrum. Häufig wird Übelkeit auch durch ungewohnte Reizungen des Gleichgewichtsorgans hervorgerufen. Dies ist zum Beispiel bei der Reise- oder Seekrankheit der Fall. Die Übelkeit entwickelt sich, wenn das Gehirn widersprüchliche Informationen über die räumliche Orientierung des Körpers bei Bewegungen erhält. So signalisiert das Auge während des Lesens bei einer Autofahrt keine Bewegungen, das Gleichgewichtsorgan im Innenohr dagegen meldet dem Gehirn Bewegung. Als „natürliche Begleiterscheinung“ wird Übelkeit in der Schwangerschaft angesehen.

Gut die Hälfte aller Frauen leiden in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten darunter. Die schwerste Form - das unstillbare Schwangerschaftserbrechen (Hyperemesis gravidum) - muss behandelt werden. Der Auslöser für die Übelkeit und das Erbrechen ist die Hormonumstellung, insbesondere der Einfluss des Schwangerschaftshormons hCG (humanes Choriongonadotropin). (Tipps, die gegen Schwangerschaftsübelkeit helfen, finden Sie im Schwangerschaftsportal unten Schwangerschaftsbeschwerden). Ein sehr häufiger Grund für Übelkeit sind Lebensmittelvergiftungen. Die Giftstoffe aus den verdorbenen Nahrungsmitteln gelangen in den Blutkreislauf. Besonders der 10. Hirnnerv vermittelt der Medulla oblongata die Warnung „Gift“. Übelkeit und Brechreiz entstehen. Innere Reize, die die Übelkeit auslösen, sind hohe Konzentrationen bestimmter Hormone, wie Gastrin, Histamin und Serotonin. Auch ungewöhnliche Kombinationen der Botenstoffe erzeugen Übelkeit.

Weitere Gründe für die Übelkeit können ungewöhnliche seelische Belastungen können sein. Sehr viele Erkrankungen kündigen sich mit Übelkeit und anschließendem Erbrechen an. Dazu zählen: Migräne, Erkrankungen der Verdauungsorgane (Gastritis, Magengeschwür, Gallensteine), akute Blinddarmentzündungen, Erkrankungen des Herzens (Herzschwäche, Herzinfarkt), Gehirnverletzungen (Schlaganfall, Gehirntumor, Gehirnerschütterung) und Infektionskrankheiten (beispielsweise FSME). Die Liste der Krankheiten, die mit Übelkeit einhergehen, ist nicht vollständig.

Wie wird die Übelkeit behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Oft ist es hilfreich, sich hinzulegen. Ist die Übelkeit von Erbrechen begleitet, so muss dem Körper wieder ausreichend Flüssigkeit mit Glucose und Elektrolyten zugeführt werden. Es gibt noch keine Medikamente, die gegen alle Formen der Übelkeit wirken. Hemmend auf die Übelkeit wirken beispielsweise bestimmte Antihistaminika, Neuroleptika bei psychischen Erkrankungen oder pflanzliche Mittel auf Ingwer- oder Fenchelbasis.


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