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Tularämie - Hasenpest

Die Tularämie (Hasenpest) ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die vorwiegend durch kleine Säugetiere (Hasen, Kaninchen, Eichhörnchen, Ratten) auf den Menschen übertragen wird. Aufgrund des Infektionsweges spricht man auch von einer Zoonose (Tier -> Mensch oder umgekehrt).

Der Erreger der Tularämie (Hasenpest) ist das Bakterium Francisella tularensis, welches eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Bedingungen hat. Speziell unter feuchten und kühlen Bedingungen kann es lange in der Umwelt überleben. Je nachdem, wo die Bakterien in den menschlichen Organismus eindringen, entwickeln sich unterschiedliche Krankheitsbilder.

In den USA (ca. 1.500 Fälle pro Jahr) und in Russland sind die meisten Erkrankungsfälle zu verzeichnen. In Europa kommt es gehäuft oder in unregelmäßigen Abständen zu Ausbrüchen beim Menschen in Skandinavien, den Balkanländern und der Türkei. In Deutschland handelt es sich um eine sehr seltene Zoonose. Im Zeitraum von 1974 bis 2005 wurden durchschnittlich drei Erkrankungen pro Jahr gemeldet. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Erkrankung nicht häufiger auftritt. Gründe für die geringen Zahlen können auch das variable Erscheinungsbild und stumme Verläufe sein.

Schlechte hygienische Zustände scheinen sich begünstigend auf die Erkrankungshäufigkeit auszuwirken. So fanden größere Ausbrüche während der Kriegssituation im Kosovo (2000 und 2002) sowie während des 2. Weltkrieges in der Sowjetunion statt.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 05.11.2007


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