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Diagnose von Soor (Soormykose, Candida-Mykosen)

Häufig kann der behandelnde Mediziner die Diagnose durch bloßen Augenschein stellen. Es kann aber auch erforderlich sein, den Pilz direkt nachzuweisen, da andere Erkrankungen ähnliche Symptome hervorrufen können. Für die Bestimmung der Mykose ist daher ein Abstrich oder eine Gewebeprobe nötig, die in einem Labor untersucht wird.

Behandlung von Soor

Der Hauptaugenmerk liegt auf dem Ausfindigmachen der möglichen Ursache der Erkrankung. So können Candidosen der Mund- und Zungenschleimhaut bei Erwachsenen immer auch ein Hinweis auf andere schwerwiegende Krankheiten sein, die dann unverzüglich ärztlich behandelt werden müssen. Eine effektive Behandlung der Grunderkrankung kann helfen, die Häufigkeit der Candidainfektionen zurückzudrängen. So kann eine optimale Einstellung des Blutzuckerspiegels bei Diabetikern zu einer Reduktion der Candidainfektionen führen.

Zur Behandlung der Sprosspilze stehen verschiedene Antimykotika (= Mittel gegen "Pilze") in verschiedensten Darreichungsformen (Salbe, Tropfen, Tinktur, Zäpfchen, wirkstoffgetränkter Tampon, Tabletten) zur Verfügung. Beschränkt sich der Befall auf ein klar umschriebenes Haut- oder Schleimhautareal, kommt Nystatin zum Einsatz; sind zusätzlich innere Organe betroffen oder besteht eine Systemmykose, so werden beispielsweise zusätzlich Amphotericin B, Fluconazol, Ketoconazol und andere Medikamente gegeben.

Verlauf und Prophylaxe

Candidosen der Haut und Schleimhäute können mit einem Antipilzmittel recht gut behandelt werden und heilen nach ein paar Tagen ab. Da es aber immer wieder zu Neuinfektionen kommen kann, ist es wichtig infizierte Gegenstände wegzuwerfen oder gründlichst zu desinfizieren (Beißringe, Gebisse, Handtücher, Zahnbürsten usw.) oder infektionsbegünstigende Verhaltensweisen (Anbehalten von nasser Badekleidung, Tragen von enger und synthetischer Unterwäsche) abzustellen. Auch die Behandlung von Erkrankungen, die eine Candidose begünstigen (bsp. Diabetes mellitus), wirkt sich positiv auf den Krankheitsverlauf und die Wiederansteckung aus. Der sehr selten auftretende Befall von inneren Organen ist schwierig zu therapieren und führt häufig zum Tod.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 27.10.2007


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