Gesundheit Lexikon
A B C D E
F G H I J
K L M N O
P Q R S T
U V W X Y
Z          




Salmonellose (engl. salmonelloses)

Bei einer Salmonellose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch Salmonellen ausgelöst wird. Salmonellen sind Stäbchenbakterien, die in sechs Subgruppen unterteilt werden. Spricht man von Salmonellosen, so handelt es sich um Infektionen und insbesondere Lebensmittelvergiftungen, die durch Salmonellen der Enteritis-Gruppe (Typhus- und Paratyphus-Gruppe) ausgelöst wurden. In Deutschland erkranken pro Jahr ungefähr 40.000 Menschen an einer Salmonelleninfektion, 100 bis 200 von ihnen sterben an der Erkrankung. Problematisch ist, dass die Infizierten durch bestimmte Salmonellenstämme zum Dauerausscheider werden können.

Was sind die Infektionsquellen der Salmonellosen?

Hauptursache der Erkrankung ist der Konsum kontaminierter Lebensmittel. Die Bakterien finden sich in tierischen Lebensmitteln, wie Fleisch und Fleischwaren, Milch und Milchprodukten, Eiern und aus Eiern hergestellten Produkten, wie beispielsweise Speiseeis und Backwaren. Meist sind die Lebensmittel liefernden Tiere bereits mit den Erregern infiziert. Die Salmonellen können auch durch hygienisch unzureichende Zubereitung und Verarbeitung (beispielsweise bei Verwendung roher oder nicht genügend erhitzter Eier) in die Lebensmittel gelangen. Weitere Infektionsquellen sind Salmonellendauerausscheider, die die Bakterien auf die Lebensmittel übertragen können.

Was sind die Symptome der Erkrankung?

Nach einer mittleren Inkubationszeit von 20 bis 24 Stunden treten Erbrechen und wässriger Durchfall auf. Die Schwere der Erkrankung ist abhängig vom Erregertyp und dem Alter des Patienten. Kinder und ältere Menschen sind am schlimmsten betroffen. Problematisch ist die Erkrankung auch für Personen mit geschwächtem Immunsystem (zum Beispiel HIV-Infizierte). In der Regel halten die Symptome nur ein bis zwei Tage an. Sehr seltene Komplikationen der Erkrankung können eine Sepsis (Blutvergiftung), eine Meningitis (Entzündung der Hirnhäute) oder eine Osteomyelitis (Knochenhautentzündung) sein.

Wie wird die Erkrankung behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach den Symptomen. Der Erkrankte sollte den Flüssigkeitsverlust durch reichliches Trinken kompensieren. Ideal ist eine Glucose-Elektrolytlösung. Ist die Flüssigkeitszufuhr aufgrund starken Brechreizes nicht möglich, sollte eine Infusionsbehandlung stattfinden. Dies gilt besonders für Säuglinge und Kleinkinder, da sie schneller dehydrieren. Bei schweren Verlaufformen ist eine Behandlung mit Antibiotika erforderlich.

Wie kann der Erkrankung vorgebeugt werden?

Salmonellen sind relativ resistent gegen Umwelteinflüsse. Sie sind lebensfähig bei Temperaturen von 10 bis 50ºC. Die Lagerung von rohen Lebensmitteln im Kühlschrank bei circa 7ºC verhindert die übermäßige Vermehrung der Bakterien, Tiefkühllagerung überleben die Keime. Auftauflüssigkeit von Geflügel sollte daher immer weggeschüttet werden und nicht mit anderen Speisen in Kontakt kommen. Die Salmonellen werden nämlich erst sicher abgetötet, wenn im Inneren von Lebensmitteln für mindestens 10 Minuten Temperaturen über 70ºC herrschen. Oberstes Gebot im Umgang mit eventuell kontaminierten Lebensmitteln ist Hygiene (Händewaschen!). Auf Lebensmittel, die kontaminiert sein könnten, sollte verzichtet werden. Eine Unterbrechung der Kühlkette darf bei Lebensmitteln, die nicht so hoch erhitzt werden können, unbedingt vermieden werden!


Lexikon Übersicht
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z


Diese Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für ärztliche Beratung angesehen werden. Der Inhalt von medhost.de kann und darf auf keinen Fall verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Selbstbehandlung durchzuführen.

Medhost ¦ Startseite - Newsletter - Impressum - Disclaimer - Kontakt - Sprache ¦ Deutsch - English
1999 - 2007 Copyright Promeus AG, Alle Rechte vorbehalten