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Lipom - Fettgewebsgeschwulst (eng. lipoma)

Lipome sind gutartige, langsam wachsende Neubildung des Fettgewebes. Sie erscheinen als runde oder ovale Knoten oder Beulen unter der Haut, fühlen sich meist weich an und lassen sich gut verschieben. Die Haut über den Knötchen sieht normal aus.

Lipome entstehen meist zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr und wachsen dann sehr langsam bis zu ihrer endgültigen Größe. Treten viele Lipome gleichzeitig auf, so spricht man von einer Lipomatose.

Ursache

Die genaue Ursache für die Entstehung der Lipome ist unklar. Bei der Lipomatose nimmt man eine gewisse genetische Veranlagung an, weil eine familiäre Häufung beobachtet werden kann.

Symptome

Die Lipome lassen sich als weiche, selten harte Knötchen unter der Haut tasten, die leicht verschiebbar sind. Betroffene Hautareale sind vor allem die Arme, der Rumpf und der Nacken. Prinzipiell können die Lipome auch an anderen Stellen des Körpers entstehen, so wie beispielsweise im Fettgewebe von inneren Organen. Dies ist jedoch ein seltenes Ereignis.

Für gewöhnlich bereiten sie keine Beschwerden, sondern stellen eher ein kosmetisches Problem dar. Es ist aber möglich, dass sie bis auf Faustgröße heranwachsen, meist werden sie jedoch nicht größer als fünf bis 7,5 Zentimeter. Drücken die Fettgewebsgeschwülste auf Nerven oder Sehnen, können sie Schmerzen bereiten.

Selten sind Geschwülste des Fettgewebes bösartig. Es handelt sich dann meist um ein Liposarkom. Diese Tumorart unterscheidet sich für gewöhnlich von einem Lipom durch schnelleres Wachstum, Druckschmerzhaftigkeit und eine nicht verschiebbare Struktur. Letztendlich kann jedoch nur eine Biopsie (= Gewebeentnahme) mit feingeweblicher Beurteilung Gewissheit geben.

Diagnose

Lipome werden anhand des äußeren Erscheinungsbildes und des Tastbefundes (meist weich, leicht verschiebbar, glatt gegen die Umgebung abgegrenzt) diagnostiziert. Letztendliche Gewissheit bietet eine Punktion mit Beurteilung des Gewebes. Die Ausdehnung der Geschwulst kann mithilfe einer Sonografie ermittelt werden.

Behandlung

Lipome können chirurgisch mittels Enukleation entfernt werden. Darunter versteht man die Entfernung eines abgegrenzten, abgekapselten Gewebebereichs. Das Lipom wird unter örtlicher Betäubung herausoperiert und das entnommene Gewebe im Labor untersucht. Meist entstehen bei dieser Operationsmethode Narben. Ein neueres Verfahren stellt die Absaugung des Fettgewebes dar. Vorteil dieser Methode ist die geringere Tendenz zur Narbenbildung, jedoch werden die Lipomzellen nicht immer vollständig entfernt und das Lipom wächst erneut.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 20.04.2008


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