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Gerstenkorn (Hordeolum) (eng. sty)

Das Gerstenkorn ist eine bakterielle Infektion (Staphylokokken, selten Streptokokken) einer oder mehrerer Talgdrüsen am Augenlid. Gerstenkörner treten meist in der Nähe der Wimpernwurzeln auf. Manchmal befinden sie sich auch an der Innenseite des Lids, wenn die so genannten Meibom-Drüsen betroffen sind. Die Gerstenkörner sehen wie Pickel aus. Symptome sind schmerzhafte rote Knötchen am Lidrand, tränende Augen und in der Folge eine verschwommene Sicht. Lichtempfindlichkeit und Fremdkörpergefühl können hinzukommen. Für gewöhnlich ist ein kleiner Bereich des Lids geschwollen, manchmal auch das Lid in seiner Gesamtheit geschwollen. Oft kann man einen gelben Punkt im Zentrum der Schwellung ausmachen.

Bei einem oberflächlichen Gerstenkorn führen feucht-warme Kompressen zu einer Reifung. Dann platzt es und entleert sich. Bei tiefer liegenden Abszessen ist wegen der Gefahr der Ausbreitung auch eine lokale Antibiotikatherapie angezeigt. Bei eitrigen Entzündungen an der Lidinnenseite (inneres Gerstenkorn) sind die Schmerzen und Symptome meist stärker ausgeprägt. Dieser Typ von Gerstenkorn platzt nur selten von alleine auf. Daher muss es meist vom Arzt mit einer so genannten Stichinzision geöffnet werden.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 3.9.2007


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