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Gehirnerschütterung

Die Gehirnerschütterung (Commotio cerebri) ist die Folge einer stumpfen Gewalteinwirkung auf den Kopf, das heißt ein Sturz, ein Schlag oder ein Zusammenprall kann die Ursache sein. Sie ist die leichteste Form eines Schädel-Hirn-Traumas und heilt normalerweise folgenlos aus.

Wie erkennt man eine Gehirnerschütterung?

Bei einer Gehirnerschütterung können äußerliche Wunden oder Beulen (Schwellungen) zu sehen sein. Häufig ist jedoch keine äußerliche Verletzung zu erkennen. Dies sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine Gehirnerschütterung oder eine schwerwiegendere Verletzung des Gehirns vorliegen kann. Die stumpfe Gewalteinwirkung kann zu einer Bewusstlosigkeit führen. Sie hält jedoch oft nur wenige Sekunden bis maximal 5 Stunden an. Die Dauer der Bewusstlosigkeit kann als ein Gradmesser für die Schwere der Gehirnerschütterung gesehen werden. Je länger der Patient ohnmächtig ist, desto schwerer ist die Gehirnerschütterung.

Die Betroffenen klagen nach dem Unfall häufig über Kopfschmerzen, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen und leiden unter Übelkeit und Erbrechen. Ebenso können Sehprobleme wie Schielen auftreten. Manchmal bemerken die Erkrankten auch gar nichts von ihrem Problem, ihre Verwirrung und Desorientierung fällt dann anderen auf. Charakteristisch sind auch Gedächtnislücken, die sich auf die Zeit unmittelbar vor dem Unfall beziehen (retrograde Amnesie) oder ab dem Zeitpunkt des Unfallgeschehens (anterograde Amnesie) auftreten. Typisch sind weiterhin ein Gefühl der Niedergeschlagenheit und Reizbarkeit.

Welche Erst-Hilfe muss geleistet werden?

Der Patient sollte so wenig wie möglich bewegt oder transportiert werden. Besteht Bewusstlosigkeit, so ist er in die stabile Seitenlage zu bringen, ansonsten sollte er mit erhöhtem Oberkörper gelagert werden. Die stabile Seitenlage dient dazu, dass der Patient nicht an seinem Erbrochenen, Schleim oder an seiner zurückgefallenen Zunge erstickt. Der Erkrankte sollte warm gehalten werden, die Vitalfunktionen (Puls, Atmung und Bewusstsein) müssen laufend überprüft werden. Bei Aussetzen der Atmung muss mit einer Atemspende begonnen werden.

Welche diagnostischen Maßnahmen werden durchgeführt?

Zum Ausschluss von Schädelverletzungen oder Halswirbelfrakturen werden Röntgenaufnahmen gemacht. Deuten die neurologische Untersuchung und bestimmte Symptome auf innere Blutungen hin, wird eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt.

Wie sieht die Behandlung aus?

Erholt sich der Patient und gibt es keine Hinweise auf Komplikationen, so genügen Bettruhe, Schmerzmittel oder Präparate gegen das Erbrechen. Komplikationen können aber auch noch 48 bis 72 Stunden nach dem traumatischen Ereignis auftreten. Der Patient sollte daher auf bedenkliche Krankheitszeichen hin überwacht werden. Am kritischsten sind die ersten 24 Stunden. Bedenkliche Gefahrenzeichen sind Erbrechen, unterschiedlich weite Pupillen, ein verwirrter Geisteszustand oder wechselnde Bewusstseinslagen, sowie Anfälle und Bewusstlosigkeit.

Was können die Folgen der Gehirnerschütterung sein?

Meist heilt die Gehirnerschütterung folgenlos aus. Jedoch kann es noch einige Monate dauern, bis die letzten Symptome verschwinden. Dazu zählen Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schwindel, Konzentrationsstörungen sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit.


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