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Fibrom (engl. fibroma)

Ein Fibrom ist eine gutartige Geschwulst, die an allen Organen auftreten kann. Sie besteht aus gefäßreichem Bindegewebe und wächst für gewöhnlich nur sehr langsam. Ihre Form ist meist rundlich bis kugelförmig. Treten Fibrome vielfach auf, so spricht man auch von einer Fibromatose. Die Fibrome können unterschiedlich beschaffen sein.

Welche Arten von Fibromen gibt es?

Fibroma durum:

Das Fibroma durum wird auch als Hartes Fibrom bezeichnet. Kommt es an der Haut vor, so spricht man von einem Dermatofibrom oder einem Nodulus cutaneus (= Hautknoten). Das Dermatofibrom entsteht aus Fibroblasten (= Zellen, die das Bindegewebe aufbauen) der Unterhaut (Dermis). Es handelt sich dabei um einen 5 bis 20 Millimeter harten, halbkugeligen Hautknoten, der hautfarben bis dunkelbraun gefärbt sein kann. Das Dermatofibrom ist erhaben und kann jucken. Häufig sieht man ein hellbraunes, in die Haut eingelassenes hartes Knötchen mit einem helleren Zentrum. Begünstigt wird die Entstehung des Fibroms durch Mikrotraumen (= kleinste Verletzungen der Haut) und Insektenstiche. Lokalisiert ist es vor allem an den Armen und Beinen von Erwachsenen. Eine Sonderform ist das Keloid (Wulstnarbe). Es handelt sich um eine Bindegewebswucherung, die sich nach Verletzungen im Bereich von Narben entwickelt.

Fibroma molle:

Das Fibroma molle wird auch als Fleischwarze, Akrochordon, Fibroma pendulans oder Weiches Fibrom bezeichnet. Es ist eine Ausstülpung der Oberhaut (Epidermis) oder Lederhaut (Dermis). Das Weiche Fibrom hat die Form einer mehreren Millimeter großen, hautfarbenen, gestielten Papel (= kleines Hautknötchen). Oft kommen die Fleischwarzen gehäuft vor. Bevorzugte Hautareale sind die Achseln, der Hals und die Leistenbeuge. Diese weichen Hautknötchen treten vor allem bei adipösen Patienten auf. Multiple weiche Fibrome können das erste Anzeichen einer beginnenden Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sein. Besonders störende Fleischwarzen können mit einem Scherenschlag entfernt werden.

Weitere Arten von Fibromen sind:
  • Fibroma cavernosum (auch Fibroma teleangiectaticum): Es handelt sich um ein Fibrom mit zahlreichen erweiterten Gefäßen. Es kommt im Nasen-Rachenraum vor.
  • Fibroma cysticum: Es handelt sich um ein Fibrom mit Höhlenbildung. Dieses Fibrom weist eine zentrale Erweichung auf oder es kommt zu Ausweitungen von Lymphgefäßen (im engeren Sinne ist das lymphozystische Fibrom der Gebärmutter gemeint).
Wie sieht die Behandlung eines Fibroms aus?

Fibrome können die Auslöser für Nervenschmerzen oder Blutungen sein. Dann sollte man sie auf jeden Fall entfernen. Oft genügt eine chirurgische Entfernung des gutartigen Weichteiltumors unter örtlicher Betäubung. Das Tumorgewebe wird danach immer feingeweblich (histologisch) untersucht, damit ein bösartiger Tumor ausgeschlossen werden kann.


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