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Erkältung (engl. catarrhal fevers, common colds)

Bei "banalen" Erkältungen kommt es häufig nach einer Abkühlung zu akut auftretenden Entzündungen der Atemwege und eventuell einer Mittelohrentzündung. Mehrere hundert Viren können die Erkältung verursachen. Mit jedem Erreger muss der menschliche Körper individuell fertig werden. Daher sind Erkältungen ein häufiges Gesundheitsproblem. Vor allem Kindergartenkinder können vier bis zehn Erkältungen pro Jahr durchmachen. Der Hauptunterschied zwischen einer banalen Erkältung und anderen Atemwegsinfekten, wie einer Grippe, ist das fehlende Fieber (Ausnahme Kinder!) und die relativ milden Krankheitszeichen.

Was sind die Ursachen der Erkältung?

Die wichtigsten Erreger von Erkältungen sind Rhinoviren und Vertreter der Adenoviridae. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Die Infektion wird begünstigt durch kaltnasse Witterung und der damit verbundenen schwächeren lokalen Durchblutung. Die Abwehrlage ist geschwächt. Erkältungen treten bevorzugt im Winter auf. Gründe dafür sind trockene Schleimhäute durch die Heizungsluft und der engere Kontakt zu anderen Menschen durch Aufenthalt in geschlossenen Räumen.

Was sind die Krankheitssymptome?

Nach einer Inkubationszeit von ein bis vier Tagen beginnt die Erkältung mit Kratzen im Hals, Müdigkeit, Rinnen der Nase und Muskelschmerzen. Es schließen sich Niesen, Husten, Kopfschmerzen, Fließschnupfen und eventuell eine Mandelentzündung an. Sekundärinfekte finden sich vor allem bei Kindern an den Augen oder im Mittelohr. Bei Erwachsenen infizieren sich häufig die Stirnhöhlen und die Nasennebenhöhlen. Die Symptome variieren von Mensch zu Mensch und je nach Erreger. Die Erkrankung dauert meist zwischen sieben und zehn Tagen.

Wie wird die Erkältung behandelt?

Primär wird symptomatisch behandelt. Reichlich Flüssigkeitszufuhr ist anzuraten. Medikamente mit Paracetamol, Ibuprofen und Antihistaminika können lindernd wirken. Hochdosiertem Zink wird eine die Erkältung verkürzende Wirkung zugeschrieben (nicht bei Kindern anwenden!). Bei sekundären Infektionen mit Bakterien müssen manchmal Antibiotika verordnet werden.

Alternative Behandlungsmethoden werden auch zur Linderung der Erkältungssymptome eingesetzt. Abschwellende Öle, wie Eukalyptus und Pfefferminze, können für Inhalationen, Bäder und Duftlampen verwendet werden. Sonnenhut (Echinacea) und Knoblauch wird eine entzündungshemmende und Abwehr stärkende Wirkung zugeschrieben. Pfefferminze und Scharfgabe fördern das Schwitzen. Leichte Ernährung und Ruhe sind auch empfehlenswert.

Wie kann einer Erkältung vorgebeugt werden?

Der wirksamste Schutz vor einer Erkältung ist die Stärkung der Abwehrkräfte. Eine vitaminreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten, regelmäßige Bewegung, Wechselbäder, eine rauchfreie Umgebung und ausreichend Schlaf tragen dazu bei. Je nach Studie wird der täglichen Einnahme von Vitamin C (Askorbinsäure) eine schützende Wirkung zugerechnet.

Vorsichtsmaßnahmen, um eine Infektion mit Erkältungserregern zu vermeiden, sind:
  • Häufiges Händewaschen, vor allem nach dem Berühren von Nase und Mund;
  • Meiden von Menschenmengen;
  • Tragen von warmer, für die Witterung angemessener Kleidung; Durchnässen vermeiden;
  • Abstand halten von erkälteten Personen.


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