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Bulimie
Bulimie: neue Ergebnisse
Laut schwedischen Forschern kann Bulimie genetische Ursachen haben. Die Ergebnisse der Untersuchungen deuten darauf...





Bulimie (engl. bulimia)

Die Bulimie oder lateinisch Bulimia nervosa gehört zu den psychogenen Essstörungen. Eine weitere Bezeichnung für diese Erkrankung ist Essbrechsucht. Es wird geschätzt, dass 1 bis 3% der Frauen und 0,01% der Männer zwischen 18 und 35 Jahren von dieser Essstörung betroffen sind. Häufig entwickelt sich die Bulimie aus anderen Essstörungen, wie extremem Übergewicht oder Magersucht (Anorexia nervosa).

Was sind mögliche Ursachen der Bulimie?

Die Betroffenen leiden häufig an einer gestörten Selbstwahrnehmung. Sie empfinden sich als zu dick, sind aber häufig - im Gegensatz zu Magersüchtigen – normalgewichtig. Häufig tritt die Erkrankung auch in den Berufen auf, bei denen geringes Gewicht das Ausüben des Berufes erleichtert oder ermöglicht (Mannequin, Tänzer, Skispringer). Es kommt auch vor, dass die Bulimie-Kranken dem figürlichen Idealbild von Bezugspersonen (bsp. Ehepartner) entsprechen wollen.

Wie stellt sich das Krankheitsbild dar?

Bulimiker sind häufig normalgewichtig. Sie versuchen ihr Gewicht durch Erbrechen, periodisches Fasten, exzessive körperliche Aktivität oder durch den Missbrauch von Abführmitteln zu kontrollieren. Daneben werden sie von Essanfällen geplagt. Diese können mehrmals täglich oder auch unregelmäßig auftreten. Dabei können innerhalb kurzer Zeit Unmengen an Essen vertilgt werden. Anschließend müssen sie sich -häufig schon wegen der großen Essensmenge - übergeben oder sie forcieren aus Angst vor der möglichen Gewichtszunahme das Erbrechen. Um das Gewicht zu halten kommen auch die oben erwähnten Maßnahmen (starke körperliche Aktivität, Fasten, Abführmittel) zum Tragen. Die Erkrankten befinden sich in einem Kreislauf aus Hungern, Essattacken und Erbrechen.

Welche Begleiterscheinungen können mit der Bulimie auftreten?

Häufig sind Störungen zu beobachten, die mit der Bulimie in Erscheinung treten oder auch schon vorher vorhanden waren. Dies können sein:
  • starkes Rauchen; Missbrauch von Alkohol, Medikamenten und Drogen;
  • autodestruktives Verhalten, wie Selbstverletzungen, Fingernägelkauen und starkes Kratzen;
  • zügelloses Konsumverhalten (Frustkäufe und Geldverschwendung);
  • soziale Isolation oder eine Überanpassung an die Familie, Gruppe oder die Karriere;
  • Depressionen bis hin zum Selbstmord.
Welche körperlichen Folgen kann die Bulimie haben?

Das ständige Erbrechen kann eine Entzündung der Speiseröhre zur Folge haben. Die häufig vorhandene Magensäure im Mund kann den Zahnschmelz angreifen und es können Zahnschäden auftreten. Der Mangel an lebenswichtigen Nährstoffen kann zu trockener Haut, Haarausfall und brüchigen Fingernägeln führen. Das völlige Entgleiten des Elektrolyt-Haushalts kann lebensbedrohlich werden!

Wie wird die Erkrankung behandelt?

Bulimiker können ihre Erkrankung oft sehr lange geheim halten. Dies führt dazu, dass die Bulimie oft erst Jahre, nachdem sie angefangen hat, behandelt wird. Die Behandlung besteht meist aus einer Psychotherapie. Bei der Behandlung werden Lösungen für die ursächlichen Probleme gesucht. Auch Gruppentherapien und Selbsthilfeprogramme können eine gute Hilfe darstellen. Die Aussicht auf Heilung ist gut, wenn die Betroffenen qualifizierte Hilfe erhalten und den Willen haben, an sich zu arbeiten.


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