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Bluthochdruck (engl.: hypertension)

Unter Bluthochdruck versteht man einen erhöhten Druck in den Arterien. Synonyme Begriffe sind Hypertonus, arterielle Hypertension und Bluthochdruckkrankheit. Der normale Blutdruck beträgt im Ruhezustand 120/80 mmHg. Unter Hypertonie versteht man einen Blutdruck von = 140/90 mmHg. Bluthochdruck ist eine wesentliche Ursache für die Arteriosklerose ("Arterienverkalkung"). Sie wiederum kann zu Herzinfarkt, Schlaganfall, arterieller Verschlusskrankheit und Nierenversagen führen. Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems nehmen den größten Teil an Todesfällen in Deutschland ein: Pro Jahr versterben mehr als 400.000 Menschen an Krankheiten aus dieser Gruppe, ungefähr 43% aller Männer und über 50% aller Frauen.

Was sind die Ursachen des Bluthochdrucks?

In 90% der Fälle lässt sich keine konkrete Ursache der Erkrankung ausmachen (essentielle Hypertonie). Diese Art des Bluthochdrucks beginnt in der Regel erst nach dem 30. Lebensjahr. Faktoren, die zur essentiellen Hypertonie führen, sind:
  • genetische Komponente (Hypertonie in der Familie),
  • Rauchen,
  • Übergewicht (BMI > 25),
  • Stress,
  • übermäßiger Alkoholkonsum,
  • salzhaltige Ernährung,
  • hormonelle Faktoren (bei Frauen z.B. häufiger Beginn in den Wechseljahren durch die Hormonumstellung).
Bei der sekundären Hypertonie kommen mehrere bekannte Ursachen als Auslöser in Betracht:
  • Renale Hypertonie: Dabei handelt es sich um chronische Nierenerkrankungen mit Schädigung des Nierengewebes (Nierentumore, Nierenarterienstenose).
  • Endokrine (= hormonell bedingte) Hypertonie: - Phäochromozytom (gutartiger Tumor der Nebennieren),
    - Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion),
    - Cushing-Syndrom, usw.
  • Aortenisthmusstenose (Engstelle im Bereich der Körperschlagader aus dem Herzen).
Sonstige Formen der Blutdruckerhöhung, die nicht zu den o.g. Formen zu rechnen sind:
  • Blutdrucksteigerungen durch Medikamente und Lebensmittel (Kortison, Pille, Cyclosporin A, Lakritze, NSAR),
  • Vorübergehende Blutdruckerhöhung durch Erkrankungen des Gehirns (Polio, Meningitis, Enzephalitis).
  • Schwangerschaftsinduzierte Hypertonie (SIH): Es besteht die Gefahr einer Präeklampsie (EPH-Gestose), die für Mutter und Kind tödlich verlaufen kann.
Wie macht sich Bluthochdruck bemerkbar?

Häufig verläuft die Erkrankung jahrzehntelang unbemerkt. Bei der Diagnosestellung sind dann Schädigungen (Gefäßverkalkungen mit ihren Folgen) bereits eingetreten. Man bezeichnet den Bluthochdruck daher auch als "schleichenden Tod".

Typische Symptome, die auftreten können, sind: Wie wird der Bluthochdruck diagnostiziert?

Das Hypertoniediagnostik stützt sich auf folgende Pfeiler: Anamnese (Ermittlung der Krankengeschichte), körperliche Untersuchung, korrekte Blutdruckmessung, verschiedene Messverfahren, Labortests und ev. Diagnostik von relevanten Begleiterkrankungen oder kardiovaskulären (= Herz und Gefäße betreffend) Risikofaktoren. Genaue Erläuterungen finden sich dazu im Bluthochdruckportal unter dem Punkt Diagnostik.

Wie erfolgt die Behandlung des Bluthochdrucks?

Die Behandlung des Bluthochdrucks kann nichtmedikamentös und medikamentös erfolgen. Die Behandlung hängt unter anderem von der Blutdruckhöhe, bereits eingetretenen Organschäden und weiteren Gefäß-Risikofaktoren, wie beispielsweise dem Vorliegen einer Zuckerkrankheit, ab. Liegen die Blutdruckwerte "hoch-normal" - also systolische Werte zwischen 120 und 140 mmHg -, so versucht man häufig eine Blutdruckminderung durch Verringerung der Risikofaktoren zu erreichen.

Leiden die Patienten unter der schwersten Verlaufsform der Hypertonie, der so genannten malignen Hypertonie, ist eine sofortige stationäre Behandlung erforderlich. Die Verlaufsformen zwischen diesen beiden Ausprägungen der Bluthochdruckkrankheit werden meist aus einer Kombination aus Lebensumstellung und medikamentöser Therapie behandelt.

Die so genannte nichtmedikamentöse Therapie umfasst:
Gewichtsreduktion, kochsalzarme Ernährung, Vermeidung von Alkohol und Nikotin, Umstellung der Ernährung auf eine fettarme vegetarische Vollwerternährung, regelmäßige sportliche Betätigung und Stressreduktion. Kann der Blutdruck durch diese Maßnahmen nicht unter Kontrolle gebracht werden, ist der nächste Schritt eine medikamentöse Therapie. Medikamente zur Behandlung von Hypertonie sind hauptsächlich Diuretika („Wassertabletten“), Betablocker, Alpha-1-Blocker, ACE-Hemmer sowie Kalziumantagonisten.

Ausführliche Erläuterungen zu jeder Frage finden sich im Portal Bluthochdruck!


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