Gesundheit Lexikon
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Diabetestherapie

Die vornehmlichen Behandlungsziele bei Diabetes mellitus sind die Erhaltung der Lebensqualität des Patienten, das rechtzeitige Erkennen und die Beseitigung der diabetesspezifischen Symptome sowie die Vermeidung von Folgeerkrankungen.

Die Therapie des Diabetes mellitus erfordert ein ganzheitliches Vorgehen und hat drei Schwerpunkte:

Umstellung der Ernährung auf vollwertige Mischkost

Damit meint man eine ballaststoffreiche und ausgewogene Kost. Von strengen Diabetes-Diäten ist man heutzutage völlig abgekommen. Diabetikern wird heute im Wesentlichen das empfohlen, was man allen Menschen nahe legt, die sich gesund ernähren wollen.

Vermehrte Bewegung

Sie hilft nicht nur, den Blutzucker langfristig zu senken, sondern auch den Blutdruck und den Fettstoffwechsel zu normalisieren. Ebenso wird die Durchblutung des Körpers gefördert und damit Folgeerkrankungen vorgebeugt.

Medikamentöse Therapie

Hier ist eine enge Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt gefordert. Die Einstellung des Blutzuckerspiegels kann die Einnahme von so genannten oralen Antidiabetika oder das Spritzen von Insulin nötig machen. In machen Fällen wird beides miteinander kombiniert.

Welcher Therapieweg eingeschlagen wird, ist abhängig von den gemessenen anfänglichen Blutzuckerwerten. Sind sie nur leicht erhöht, so kann die Umstellung auf vollwertige Mischkost und vermehrte körperliche Bewegung schon gute Erfolge bringen. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, den Blutzuckerspiegel zu normalisieren, so werden Medikamente (orale Antidiabetika und/oder Insulin) eingesetzt, um ihn in den Griff zu bekommen. Typ-1-Diabetiker sind von vornherein auf Insulin angewiesen.

Für die optimale Behandlung der Stoffwechselerkrankung ist eine aktive Mitarbeit des Patienten gefordert. Nur dann lässt sich die Krankheit effektiv behandeln. Natürlich vollzieht sich die Umstellung der Ernährung oder der Einbau von zusätzlicher Bewegung in den Alltag nicht sofort. Auch der Umgang mit oralen Antidiabetika und Insulin sowie die eigenständige Überwachung des Blutzuckerspiegels wollen gelernt sein. Ein Ansporn in die richtige Richtung mag die Tatsache sein, dass ungefähr 80% aller Typ-2-Diabetiker allein mit Ernährungsumstellung und mehr körperlicher Aktivität auf eine medikamentöse Therapie verzichten könnten!

Hilfreich in der Umstellungsphase sind Diabetesschulungen. Sie bieten wichtige Informationen in Bezug auf Ursache und Entwicklung des Diabetes mellitus. Neben vielen nützlichen Tipps im Umgang mit der Krankheit bieten sie auch wichtige Hilfestellungen für die Ernährungsumstellung. Man lernt, sich einen Speiseplan zusammenzustellen, der die Vorgaben erfüllt, die die Erkrankung erforderlich macht, der aber trotzdem köstliche Gerichte enthält. Außerdem ist der Ernährungsplan nicht starr, sondern hat so viel Spielraum, dass bestimmte Lebensmittel gegen andere ausgetauscht werden können. Eine grundlegende Umstellung der Lebensgewohnheiten, die der Diabetes mellitus bisweilen erfordert, gelingt umso besser, je mehr Unterstützung der Diabetiker von seinem familiären und beruflichen Umfeld bekommt.

Diabetesschulungen werden entweder direkt vom behandelnden Arzt in Verbindung mit einer Diabetesberaterin oder von speziell geschultem Personal in seinem Praxisteam angeboten oder er kann Auskunft darüber geben, wo in der Nähe des Patientenwohnortes spezielle Diabetesschulungen stattfinden.


Diabetes Übersicht

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