Gesundheit Thema auf medhost.de finden!
Diabetesmedikamente
Nicht immer erfolgt die Einstellung des Blutzuckerspiegels mit Insulinspritzen. Vorwiegend für Typ-2-Diabetiker gibt es eine breite Auswahl an Medikamenten, mit deren Hilfe die Krankheit kontrolliert werden kann.
Welche Medikamente eingesetzt werden, hängt entscheidend vom Diabetes-Typ
ab. Typ-1-Diabetiker sind
immer auf Insulin angewiesen. Es kann derzeit nur gespritzt werden, da es im
Verdauungssystem sofort abgebaut würde, bevor es seine Wirkung entfalten
kann. Für die Insulintherapie stehen
mehrere Arten von Insulinen zur Verfügung, die eine flexible Lebensweise
erlauben. Therapieschemata sind dabei die supplementäre
Insulintherapie (SIT+), die intensivierte
konventionelle Insulintherapie (ICT), die Insulinpumpentherapie (CSII)
und konventionelle
Therapieformen (CT).
Typ-2-Diabetiker werden zunächst mit so genannten oralen
Antidiabetika (= Tabletten zur Blutzuckersenkung) behandelt. Dies geschieht, wenn drei Monate nach der konsequenten Ernährungsumstellung keine Besserung des Blutzuckerspiegels abzusehen ist oder wenn die Insulinresistenz in einem fortgeschrittenen Stadium des Diabetes angelangt ist und mit gesundem Essverhalten nicht mehr ausgeglichen werden kann.
Diese Medikamente können in fünf Substanzklassen untergliedert werden: Sulfonylharnstoffe, Glinide (Insulinsekretagoga), Glitazone oder Insulinsensitizer, Alpha-Glukosidasehemmer und Metformin. Sie helfen auf verschiedene Weise den Blutzuckerspiegel zu senken. Ihre Wirkung beruht entweder auf der Erhöhung der Insulinausschüttung, der Verminderung der Insulinresistenz oder auf der Verzögerung der Glukoseaufnahme aus dem Darm.
Als neuere Entwicklungen können inhalative
Insuline angesehen werden. Die Wirkung von Naturprodukten, wie Zimt, wird nach neueren Studien eher kritisch gesehen. Sie dürfen nicht als Alternative zur Therapie mit oralen
Antidiabetika bzw. Insulin angesehen werden.
Diabetes Übersicht
|